Die aktuelle Debatte um die Minijob-Reform 2026 kratzt nur an der Oberfläche. Wer die Arbeitswelt nüchtern betrachtet, erkennt: Der Minijob hat sich von einer Einstiegshilfe in eine gefährliche Grauzone verwandelt. Erfahren Sie, warum wir eine Sozialversicherung ab dem ersten Euro und eine radikale Vereinfachung des Steuersystems benötigen, um die “Schein-Legalisierung” zu beenden und echte soziale Sicherheit zu schaffen.

Minijob

Warum wurden Minijobs eingeführt? Matthias Stawinski analysiert das ursprüngliche Versprechen vom „Sprungbrett“ und die heutige Realität der bürokratischen Sofortmeldung.

Gebäudereiniger

700.000 Beschäftigte machen die Gebäudereinigung zum stärksten Handwerk Deutschlands. Doch nach dem Abbruch der Tarifgespräche 2025 droht eine gefährliche Dreiklassengesellschaft. Während gewerbliche Gewerkschaftsmitglieder Sonderleistungen erhalten, bleiben Angestellte oft auf der Strecke. Ein persönlicher Blick auf fehlende Wertschätzung, polemische Schlammschlachten der Verbände und die dringende Forderung nach echter Fairness.

Minijobber

Seit 1999 schwankt die Politik zwischen Steuerkarte und Pauschale. Warum das aktuelle Wunschdenken der CDU/CDA 2026 an die gescheiterte Reform von 1999 erinnert.

Immer wieder die gleiche Diskussion: Funktioniert hybrides Arbeiten oder nicht? Für mich ist die Antwort klar: Ja, aber nur, wenn man es richtig macht.

Ich verstehe die Bedenken. Ich neige selbst dazu, die Kontrolle behalten zu wollen. Aber ich habe gelernt: Vertrauen und gemeinsame Ziele sind viel wichtiger. Führungskräfte, die ihren Mitarbeitenden nicht zutrauen, eigenverantwortlich gute Arbeit zu leisten, sollten ihre Führungsprinzipien überdenken.

Kaum zu glauben, dass schon ein Jahr bei der fairconcept Gebäudeservice GmbH vergangen ist. Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Tag – ein bisschen Aufregung, viel Neugier, aber auch die Sorge, ob ich mich schnell einfinden würde. Diese Sorge war unbegründet: Von Anfang an wurde ich herzlich aufgenommen, und schon nach kurzer Zeit fühlte ich mich als Teil des Teams, als wäre ich schon lange dabei.

Nach 16-stündigen Verhandlungen konnten sich die Gewerkschaft IG BAU und der
Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerk (BIV) auf Arbeitgeberseite im Rahmen der vierten Tarifrunde in der Nacht vom 14. auf den 15. November in Köln auf einen Tarifkompromiss einigen.

Wenn es um den Mindestlohn in Deutschland geht, ist es wichtig, generell zwischen zwei verschiedenen Arten zu unterscheiden: dem gesetzlichen Mindestlohn und dem Branchenmindestlohn.
(…)
Ein Blick auf die Welt der Gebäudereinigung offenbart oft mehr, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Hinter dem alltäglichen Putzen und Wischen verbergen sich Geschichten von harten Arbeitsbedingungen, geringen Löhnen und mangelnder Wertschätzung.

Die „Große Tarifkommission“ des Bundesinnungsverbands des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) hat heute dem Tarifkompromiss vom 2. Juni 2022 mit der Gewerkschaft IG BAU zugestimmt. Das Votum auf Arbeitgeberseite erfolgte im Zuge einer digitalen Sitzung einstimmig.

Ein ebenso positives Votum der Gewerkschaft in der kommenden Woche vorausgesetzt, steigen zum 1. Oktober 2022 die Löhne in Deutschlands beschäftigungsstärkstem Handwerk in allen neun Lohngruppen. Die zweite Erhöhungs-Stufe greift zum 1. Januar 2024. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von insgesamt 27 Monaten und endet zum 31. Dezember 2024.

Zwei Lohngruppen (Lohngruppe 1 und 6) sind allgemeinverbindliche Branchenmindestlöhne. Allgemeinverbindlich heißt, dass die Löhne ohne Ausnahme bundesweit auch für alle nicht tarifgebundenen Unternehmen und Beschäftigten in der Gebäudereinigung gelten.

Lohngruppe 1 (Einstiegslohn) steigt zum 1. Oktober 2022 von derzeit 11,55 Euro auf 13 Euro (plus 12,55 Prozent) und zum 1.1.2024 auf 13,50 Euro (3,85 Prozent). In Lohngruppe 1 arbeiten mit Abstand die meisten Beschäftigten. Lohngruppe 6, die für Fachkräfte sowie für die Glas- und Fassadenreinigung gilt, steigt von derzeit 14,81 Euro auf 16,20 Euro (9,39 Prozent) und später auf 16,70 Euro (3,09 Prozent). Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich bis Laufzeitende je nach Lehrjahr auf 900, 1035 und 1200 Euro.

Nach Zustimmung beider Tarifvertragsparteien muss der Tarifvertrag zuletzt seitens des „Bundesministeriums für Arbeit und Soziales“ auf Grundlage des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes zum 1. Oktober 2022 für allgemeinverbindlich erklärt werden.

 

Quelle: https://www.die-gebaeudedienstleister.de/